Team

2015.08.11_Lichtfalle Hamburg_Blue Port Simulation_2S8H2070_Fs Helge Mundt_72

 

Nana Petzet, Künstlerin

Bernd Reuter, Artenschutzbiologe

Hans-Georg Losekamm, Werbetechnik Losekamm

Klaus Junge

Henning Hammond-Norden

Peter Hasenbanck

& vielen Dank an das ganze Team vom  Feuerlöschboot Repsold

Marc Wiebach, motion graphic designer

Helge Mundt, Helge Mundt Photography

Klara Felicitas Thiele

Nina Kalenbach, Kunsthistorikerin

Emma Petzet

Oskar Petzet

 

 

 

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Biografisches

Nana Petzet, geb. 1962 in München, hat an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (Diplom 1991) studiert. Seit ihrer Performance “Rational Scientific Art” an der Münchner Akademie (1987), einem Vortrag über die Gravitationstheorie eines fiktiven Physikers, steht die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit.

Mit dem „SBF-System“, einem fiktiven Gegenmodell zum Grünen Punkt wandte sich Nana Petzet 1995 dem Thema Hausmüll zu (Sprengel Museum Hannover, 2000). Im Selbstversuch sammelte sie ein halbes Jahr lang alle in ihrem Vierpersonenhaushalt anfallenden Verpackungsabfälle und untersuchte deren Recycelbarkeit (“Endurvinnslustöth nei takk”, Reykjavik 1998). Ihre umfangreiche Sammlung von Recyclingobjekten und Verpackungsabfällen wurde in verschiedenen Themenausstellungen präsentiert: „einräumen“ (Hamburger Kunsthalle, 2000), “green dreams” (Kunstverein Wolfsburg, 2007) und „Zur Nachahmung empfohlen“/“examples to follow” (Goethe-Institut Mumbai/Max Mueller Bhavan, 2011). Auf Einladung des Goethe-Institut Addis Abeba hatte Nana Petzet im Mai 2011 die Gelegenheit die Kultur der direkten Weiterverwertung von Verkaufsverpackungen in einer Mangelwirtschaft zu untersuchen. Die Ergebnisse ihrer Recherche stellte sie unter dem Titel “Paralysed by the Recycling Paradise” im Goethe-Institut Addis Abeba vor.

In ihrem Langzeitprojekt „Modellbiotop Peutegrund“ kategorisierte und dokumentierte Nana Petzet filmisch die Tier- und Pflanzenwelt eines der letzten Biotope im Hamburger Hafen mit der Intention, diesen bisher als Altlastverdachtsfläche und Hafenerweiterungs-gebiet definierten Brachraum mit künstlerischen Mitteln in seinem Wert sichtbar zu machen – und seine Neubewertung anzustoßen. Darauf aufbauend entstand im Oktober 2011 die Arbeit “Yamuna Sustainability Park” im Flussbett der Yamuna im Zentrum von New Delhi im Rahmen einer von Ravi Agarwal (Toxics Link), Nina Kalenbach und Till Krause (Galerie für Landschaftskunst) kuratierten Gruppenausstellung („Yamuna-Elbe-Projekt“). Für die „Bekanntmachung der Idee der Freien Flusszone“, ein weiteres Projekt der Galerie für Landschaftskunst, entwarf Nana Petzet 2014 ein Plakat, das ein lebendiges Krokodil am Ufer der Süderelbe zeigt. Mit diesem Motiv, das an verschiedenen Orten im Hamburger Stadtgebiet zu sehen ist, stellt sie auf eindrückliche Weise die Frage nach der Echtheit von Natur.

Bernd Reuter, 1960 geboren in Reinbek/Schleswig-Holstein, lebt und arbeitet in Hamburg. Als 16-jähriger legte er die Jägerprüfung ab. 1980–1982 absolvierte er die Ausbildung zum Tierwirt mit der Fachrichtung Imkerei. Es folgte eine Anstellung als Tierpfleger beim Tierpark Hagenbeck, Hamburg. Zeitgleich engagierte sich Reuter beim Aufbau eines Kunstkollektives in Hamburg-St. Georg und legte auch die Prüfung zum Falkner ab. 1992–2000 studierte Reuter am Fachbereich Zoologie und Naturschutz der Universität Hamburg Biologie. Zwei Jahre, 2002–2004, war Reuter Consultant für Wildtierrehabilitation und Artenschutz auf den Philippinen für “Philippine Endemic Species Conservation Project”, Panay/ Philippines (Leitung: Prof. Dr. E. Curio, Universität Bochum). Seit 2004 ist Reuter Stationsassistent der „Wanderfalkenzucht und Forschungsstation“ in Hamburg (Leitung: Prof. Dr. C. Saar).

Er ist außerdem Mitglied im „Deutschen Falkenorden, Bund für Falknerei, Greifvogelschutz und Greifvogelkunde“ sowie Mitglied im „Arbeitskreis Wanderfalkenschutz“ und Dozent im „Ökologischen Verein für Jagd, Fischerei und Naturschutz“, Hamburg, Bereich Greifvogelbiologie, Greifvogelschutz, Falknerei.